Schnee mitten im Mai? Auf dem Weg nach Mariazell kann einem alles passieren. Von Christi Himmelfahrt bis Sonntag waren über dreißig Studentinnen und Studenten der KHG unterwegs zur Magna Mater Austriae. Die Wallfahrt war aber nicht nur wegen des Schnees etwas ganz Besonderes.
"Was für mich auf der Wallfahrt nach Mariazell wichtig war? Ich habe hier entdeckt, dass Gemeinschaft wichtig ist. Vorher war ich in keiner Gemeinschaft und habe gedacht, dass man auch allein nach Jesus suchen kann. Aber in einer Gemeinschaft, in der die Leute nicht oberflächlich sind, ist das Suchen nach Jesus schöner, leichter und intensiver..."
"Trotz Schnee, Regen, Kälte, Wind, Blasen an den Füßen und klatschnassen Hosen haben wir das zusammen geschafft! Es war für jeden von uns eine unglaubliche Erfahrung mit Christus und mit den anderen. Eine Zeit zu beten, eine Zeit zu überlegen, eine Zeit um über sich selbst hinaus zu wachsen. Zugabe!"
"Wie ist es möglich, dass fast 40 Menschen unter widrigster Wetterlage bis Mariazell unbeirrt unterwegs sind? Während des Wegs haben wir uns oft daran erinnert, dass das Kreuz, das sich vor uns befand, unser Bezugspunkt ist. Nur Christus, der unter uns ist, ermöglicht dies; nur ein Grund, der größer als der anhaltende Regen, die beißende Kälte und der Schnee ist, konnte uns bestärken weiter zu gehen. Dieser Grund hat uns geeint. Die Einheit hat den Weg erleichtert, weil wir einander in der Mühe begleitet haben: immer mit einem Lächeln oder einer konkreten Hilfe, wie beispielsweise die „heiligen Rücken", die meinen Rucksack getragen haben. Nur ein Blick voller Liebe, der auf das Gute des Nächsten gerichtet ist, erlaubt so zu leben. Dann ist der Regen auch nicht mehr so unerträglich!"
von Erzbischof Dr. Alois Kothgasser vom Festgottesdienst am Sonntag 16. Mai 2010

Text vom Wallfahrtsheft